Donnerstag, 15. März 2007

Río de la plata: zwischen Tango und Fussball, Chávez und Bush

Ab ende Februar habe ich ca. 3 Wochen am Río de la Plata verbracht, das heisst, in Buenos Aires und Uruguay.

Buenos Aires
Zur Hauptstadt Argentiniens gehoert natuerlich der Tango, kleine Shows sieht man auf verschiedenen oeffentlichen Plaetzen in der Stadt. Ich war sogar in einer Tanzstunde, leider hat man aber nicht mehr als den Grundschritt gelernt, weil wir ca. 50 Anfaenger waren .
Mindestens ebenso wichtig ist Fussball. DIE beiden Teams sind "La Boca Juniors" und "River Plate". Man ist entweder fuer Boca oder fuer River, und gleichzeitig natuerlich total gegen das andere Team (etwa wie GCZ - FCZ, einfach noch intensiver). Ich war mit einem Kollegen am Spiel der Copa de Libertadores (aenlich wie Champions League) River Plate gegen Cáracas. Leider hat River nicht sehr gut gespielt und 0:1 verloren. Es war trotzdem ein Erlebnis.

Zudem hat Buenos Aires sehr unterschiedliche, schoene, mehr oder weniger touristische Quartiere zum besichtigen.



Natuerlich musste ich auch das Nachtleben testen, denn mir wurde gesagt: "Buenos Aires schlaeft nie!" (was ich bestaetigen kann, nur hat bei mir das Gar-nicht-schlafen am naechsten Tag eine Art Dauer-muede-Zustand bewirkt, und an Colonia, das erste Staedtchen, welches ich in Uruguay besucht habe, erinnere ich mich nur noch wie an einen Traum :) )

Bei meinem zweiten kurzen Aufenthalt in Buenos Aires habe ich verschiedene interessante Museen besucht. Zudem habe ich durch Zufall von Hugo Chávez Rede erfahren und war neugierig. Ich ging dann wirklich hin und es war einerseits eindruecklich, all die Leute mit den vielen Plakaten und Zurufen, und andererseits auch sehr interessant einfach mal Chávez live zuzuhoeren, zu sehen und hoeren, wie er solche Anlaesse durchfuehrt. Der Grund fuer diese Rede war Bush´s Aufenthalt in Brasilien und Uruguay. In Montevideo (Uruguay) hat es natuerlich viele Protestaktionen gegeben gegen Bush´s Besuch. Trotzdem war es irgendwie ein wichtiges Grossereignis und im Fernsehen erfuhr man sogar, was er genau zu Abend gegessen hat (in einem Restaurant, neben dem ich mit Jessica zwei Tage vorher gegessen habe).

Uruguay
In Uruguay habe ich vor allem Lucía ("unsere" Austauschschuelerin) besucht. Jessica war zur gleichen Zeit dort, so hat Lucías Familie gleich mit uns beiden Ausfluege gemacht. Wir waren zum Beispiel fuer 3 Tage in einer "Estancia turística". Das ist ein altes, sehr grosses und schoen renoviertes Landhaus, welches nun als gutes Hotel dient. Es wurden uns verschiedene Aktivitaeten angeboten: Ausritte, eine kleine Bootstour, eine "Foto-Jagd" (auf der wir im Dunkeln vom Traktor aus versuchten, Tiere zu sehen, was ap und zu gelang, aber auf einer Foto haette man hoechstens dunkle Nacht gesehen :) ), Tennis spielen, Schwimmen in einem der Swimming-Pools, Melken lernen, etc. Zudem hatte die Estancia eine Bibliothek und Internet-Anschluss.
Zum Glueck sind wir nur 3 Tage geblieben, denn laenger haette wirklich zum Platzen meines Magens gefuehrt. Das Essen war echt sehr gut. Zum Fruehstueck gabs verschiedenstes Suesses, zum Mittagessen ein 4-Gang Menu, zur "merienda" (ausfuehrlicher Zvieri) nochmals das selbe wie zum Fruehstueck und zum Abendessen (ca. um 22.30) ein weiteres 4-Gang Menu! Und das 3 Tage lang!!
Der Aufenthalt in der Estancia San Pedro del Timote war aber ein sehr schoenes Erlebnis! Allgemein der Aufenthalt auf dem Land in Uruguay ist eindruecklich (mindestens fuer eine Schweizerin), denn es ist alles total flach und man sieht nur Felder, Kuehe und ap und zu ein paar Baeume.


Von Lucía´s zu Hause aus haben wir ein wenig die Altstadt von Montevideo kennengelernt, Museen, Parks, den Strand etc. Zudem haben Jessica und ich einmal Pizokels (eine buendner Spezialitaet) gekocht und es ist uns nicht schlecht gelungen!















links: Maria-Ines (Lucías Schwester), Pablo (ihr Vater) und Herman (Lucías Freund);
rechts: Lucía, Anahí (ihre Mutter) und Pablo (Marie-Ines´ Freund)

Der Aufenthalt in Uruguay und vor allem bei der Familie Castro war wirklich sehr schoen, sie sind alle sehr nett, haben mich behandelt wie Lucías Schwester :).

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