Titicacasee auf bolivianischer Seite: Isla del Sol
Reise von Puno nach Cusco
Bei einem Zwischenhalt, fuer die lokalen Leute ist die Ankunft des Zuges das grosse Ereignis, weil sie dann ihre Ponchos, Taschen, Handschuhe etc. verkaufen koennen.
Wanderung auf den Pachatusan
Evy (Holland), Paul (England) und ich hatten die Moeglichkeit, mit einer kleinen Gruppe auf den Berg Pachatusan zu wandern. Das Ziel war vor allem, verschiedene Zeremonien durchzufuehren und so dem Berg zu danken. Am ersten Tag liefen wir bis zu einer kleinen Lagune, auf ca. 4500 m.ü.M. Dort haben wir unsere Zelte aufgebaut. Bei der Zeremonie fuer die Lagune haben wir sogar gebadet, um uns zu reinigen. Leider war die Sonne gerade am untergehen und unsere Zehen sind praktisch bis am naechsten Morgen nicht mehr aufgetaut (es war eiskalt!!!).
Am Morgen frueh ging es ohne etwas im Magen bis auf den Gipfel des Berges. Nach wenigen Hoehenmetern konnte ich kaum mehr weiterlaufen, vor allem weil die Luft auf dieser Hoehe sehr duenn ist. Mit einigen Blaettern Coca in der Backe hatte ich wieder neue Kraefte (ist echt eindruecklich, die Wirkung dieser Pflanze) und erreichte das Ziel noch vor einigen andern der Gruppe.
Dort oben, bei eisiger Kaelte, gab es nochmals eine Zeremonie bevor wir den ganzen Berg wieder herunterliefen (ca. 6 h bergab).
Es war echt eine endrueckliche Erfahrung, aber einmalig (wuerde ich nicht wiederholen :) ).
Die beiden Jungs haben uns mit ihren Eseln begleitet, um das Gepaeck hochzutragen. Am selben Tag liefen sie aber gleich wieder runter.
Beim neuen Zimmer streichen im Haus in Cusco
Im Projekt "Señor de Huanca"
Paul beim Basteln mit den Kindern fuer den Muttertag
In meinem Handarbeitskurs im Projekt

Die spanische Eroberung Suedamerikas vor rund 5 Jahrhunderten hat das Inka-Imperium groesstenteils zerstoert. Auf den ehemaligen heiligen Tempeln der Inkas wurden katholische Kirchen gebaut, es wurde ihnen verboten ihre Zeremonien durchzufuehren und ihre Sprache, das Quechua, zu sprechen.
Noch immer zeugen aber unzaehlige archaeologische Ueberreste in der gesamten Region von der Hochkultur der Inkas.
Ruinen von Pisac
Ruinen von Tambomachay; das Wasser, welches immer noch durch diese Brunnen fliesst, sei angeblich sehr gesund
verschiedene weitere Fotos:
die Altstadt von Cusco
mit den Kindern auf nahen Ruinen
Fussballspiel: Leiter gegen die aeltesten Kinder (gaaanz knapp haben wir gewonnen)
mit Fabio bei den Ruinen in Ollantaytambo ...
wieder in meinem Handarbeitskurs
Meine Mannschaft in der Schweiz ist aufgestiegen, das mussten wir natuerlich auch ein wenig feiern :)
Endlich auf dem Machupicchu
Als Hoehepunkt in Cusco reisten wir zum Schluss noch auf den Machupicchu, zusammen mit meiner Schwester Patricia und ihrem Freund, welche extra fuer diesen Ausflug von Bolivien nach Peru angereist waren. Wir reisten nicht mit dem Zug von Cusco bis zum Machupicchu, sondern mit mehreren Bussen, ueber einen Umweg. Das war ein ziemlich muehsamer Weg, aber dafuer viel billiger. Nach einer Uebernachtung im grausam touristischen Dorf Aguas Calientes am Fuss des Berges ging es dann endlich hinauf auf den Machupicchu ("alter Berg"). Die noch gut erhaltenen Ueberreste dieser grossen Inka-Staette (die Spanier haben sie zum Glueck nie entdeckt) wurden erst anfangs 20. Jahrhundert wieder entdeckt. Sie ist in drei Gebiete aufgeteilt: das der Bauern, mit vielen Terrassen fuer die Landwirtschaft, ein Teil fuer die allgemeine Bevoelkerung und das dritte ist das heilige Gebiet, wo die Tempel etc. aus erstaunlich exakt zugeschnittenen Steinen aufgebaut sind.
Heute ist Machupicchu eines der bekanntesten und beliebtesten Touristenziele ganz Suedamerikas, was man leider auch am Eintrittspreis zu spueren bekommt (40 US-Dollar!).
Aber ein Besuch lohnt sich wirklich, die Gesamtheit dieser unzaehligen Gebaeuden, Mauern, Brunnen etc. perfekt eingebettet in die Landschaft mit der ueppigen Natur rundherum ist echt etwas einmaliges!
(Uebrigens, Machupicchu wurde vor kurzem als eines der sieben neuen Weltwunder gewaehlt!)
mit Fabio auf dem Machupicchu
Lima
Kurz nach dem Ausflug auf den Machupicchu hiess es Abschied nehmen von Cusco und die Reise fuer Fabio und mich ging weiter nach Lima. Dort verbrachten wir nur 2 Tage, da wir jemanden besuchen wollten (sonst waehren wir gleich weitergereist). Ich habe zwar das Touristenquartier Miraflores nicht kennengelernt, aber trotzdem wage ich es, die Stadt als echt haesslich zu bezeichnen. Vielleicht hat es einige gute Museen und das Zentrum (Regierungspalast, "Mauern-Park" etc.) ist einigermassen anschaubar, aber sonst hat es vor allem viel Verkehr, Verschmutzung (der Himmel ist praktisch immer bedeckt vom Smog), Laerm, sehr hohe Kriminalitaet, unendliche Slums und rundherum nur Wueste. Jedenfalls hat es mir ueberhaupt nicht gefallen.
Slums rund um LimaNach Lima reisten wir weiter nach Máncora, an der Kueste im Norden Perus. Das war wirklich das totale Gegenteil. Ueberhaupt kein Stress, auf der Strasse fast nur Velo- und Moto-Taxis, immer gutes Wetter, kein Laerm, alle Leute gut gelaunt und einfach entspannen am Strand.
Nach 3 Tagen Erholung ging es dann endlich nach Ecuador. Die Ueberquerung der Grenze war zwar echt muehsam (die beiden Migrationen, wo wir die Aus- und Einreisestempel im Pass bekamen, sind je etwa 4 km von der Grenze entfernt). Nach einer sehr zuegigen Bussfahrt kamen wir dann am naechsten Morgen in Quito an, und bald darauf war ich in Ibarra, bei meiner ehemaligen Gastfamilie. Hier in Ecuador werde ich es nun noch bis am 25. August geniessen, bevor dann bald mein Studium beginnt.