Melde mich wiedermal mit einem kleinen Text.
In den letzten ca. 10 Tagen war ich bei Gabi zu Hause, in Heredia. Das ist eine Vorstadt von San José, der Hauptstadt von Costa Rica. Diese Staedte liegen im Valle Central (Zentral-Tal), welches mitten in Costa Rica liegt. Von hier aus kann man in wenigen Stunden in alle Richtungen in die verschiedenen Nationalpaerke, Straende und Staedte reisen. Ich habe mich nach den zwei Wochen Strandaufenthalt zuerst an das etwas kuehlere Klima gewoehnen muessen, obwohl es hier immer relativ angenehm (ca. 18-25 Grad) ist. Seit ich in Costa Rica bin, hat es noch nie geregnet, hier haben sie gerade "Sommer", das heisst einfach, die etwas waermere und trockene Jahreszeit. Aber schon oft sah der Himmel aus, als wuerde es gleich wie aus Kuebeln losregnen.
Um das Zentrum von San José etwas kennenzulernen, habe ich einen Stadtrundgang gemacht, welcher in meinem Reisefuehrer beschrieben ist. Uebrigens, das mit dem super guten Reisefuehrer im letzten Bericht habe ich nicht ironisch gemeint, er ist echt spitze!!! ("Costa Rica" von "Reise Know-How") Er enthaelt viele Details ueber alle moeglichen und unmoeglichen Ausflugsziele im Land, sowie Oeffnungszeiten, Fahrplaene, Tipps fuer billigere Unterkuenfte, Restaurants, Landkarten, ausfuehrliche Informationen zur Geschichte, Kultur, Leute, Sprache etc. von Costa Rica. Ich kann ihn also (gibts fuer ganz viele Laender) waermstens weiterempfehlen!!
Also, jedenfalls habe ich dann diesen Stadtrundgang gemacht und so alle wichtigen Gebaeude etc. kennengelernt. Es ist nicht eine speziell schoene Stadt, aber hat doch ein paar Gebaeude, wie das Teatro Nacional, das Postgebaeude etc., welche man gesehen haben muss. Im Museo Nacional erfaehrt man viel Interessantes zur Geschichte. Zudem hats ein Jademuseum und ein Goldmuseum (welches ich noch nicht besucht habe).
Von Heredia aus habe ich aber auch ander kuerzere Ausfluege gemacht. So z.B. in den InBioParque. Dort findet man ausfuehrliche Erklaerungen zur Biodiversitaet und unter anderem gute Beschriebe zu allen Nationalpaerken des Landes (sind sehr viele!). Zudem hat es ein Stueck Nebelwald, Wald aus em Valle Central, eine Finca (Bauernhof) mit verschiedenen Pflanzen und Tieren und ein kleines Trockengebiet. Ist also wirklich sehr interessant.
Einen anderen Ausflug habe ich nach Sarchí gemacht. Das ist ein kleines Doerfchen ca. 2 Stunden mit dem Bus von Heredia entfernt, welches vor allem fuer Kunsthandwerk bekannt ist. Der grosse Teil der in den Laeden verkauften Souvenire kommt aber heute aus San José. Etwas, was wirklich noch in Sarchí hergestellt wird, sind die Pferdewagen. Vor ueber 100 Jahren hat ein Junge in diesem Dorf begonnen, die Raeder der Wagen zu bemalen. Daraus wurde eine lange Tradition. Heute werden ganze Kunstwerke auf die Wagen (nicht mehr nur auf die Raeder) gemalt. Natuerlich unterdessen an verschiedenen Orten, aber der Ursprung war in Sarchí.
Gabys Vater hat mich an den Sonntagen (sein einziger freier Tag) an zwei sehr schoene Orte mitgenommen. Zuerst zum Vulkan Poás, welcher sehr in der Naehe von Heredia liegt. Von unten sieht man nichts als einen Huegel. Erst wenn man den Eintritt zum Nationalpark Poás bezahlt hat (fuer Auslaender 7 Dollar, fuer Einheimische 14 mal weniger!!!) und den kurzen Weg durch dichte Pflanzen gegangen ist, kommt man zum Aussichtspunkt. Von dort hat man eine wunderschoene Sicht auf den Krater des Vulkans, vorausgesetzt er ist gerade nicht mit Wolken bedeckt (wir hatten Glueck). Nach einer halben Stunde durch halbhohen aber dichten Wald kommt man zu einem wunderschoenen blauen See, im alten Krater.
Auf dem Rueckweg hatten wir hunger und besuchten darum ein einfaches Restaurant an der Strasse. Ich sollte moeglichst alle typischen Gerichte gleichzeitig probieren, und darum bestellten sie verschiedenstes, was wir dann alles teilten. Was mir bis jetzt am meisten schmeckt hier in Costa Rica sind "Chorreadas". Eine Art dicke Omelette aus Mais, etwas Milch, Ei.
Gestern fuhren wir ca. 3 Stunden in suedwestlicher Richtung und besuchten dort ein "Monumento Nacional", die einzigen grossraeumigen Ausgrabungen von einem Indianerdorf hier in Costa Rica. Es war sehr interessant. Zudem ist die Natur dort wunderschoen!
Ich habe leider nicht mehr Zeit im Moment. Aber das ist es etwa, was ich in den letzten Tagen erlebt habe. Ab morgen werde ich wieder etwas am herumreisen sein.
Fotos zu diesem Bericht folgen noch.
Bis bald